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Wettbewerbe

Erweiterung der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden - Realisierungswettbewerb entschieden

Die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (HfM Dresden) soll durch einen Neubau erweitert werden. Dazu hat die Niederlassung Dresden II des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement einen Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe 2013 durchgeführt. Eine fachkundige Jury unter Vorsitz von Prof. Claus Anderhalten hat in der Preisgerichtssitzung am 4. März 2021 die Preisträger ermittelt. Das Gremium entschied sich einstimmig für den Entwurf des Büros kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten aus Berlin auf Platz 1.

Aufgabe des Wettbewerbs war der Entwurf eines Erweiterungsbaus für die Hochschule für Musik am benachbarten Standort der ehemaligen Hut- und Lederfabrik. Eine angemessene städtebauliche Einordnung im Quartier sollte dabei ebenso präsentiert werden wie ein städtebauliches Konzept hinsichtlich des zukünftigen Entwicklungspotentials der Hochschule für Musik. Bestandteil war außerdem ein hinsichtlich Funktionalität und Gestaltung schlüssiges Konzept zur Umsetzung des geforderten Raumprogramms. Insgesamt wurden 23 Arbeiten eingereicht. Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung ...

Perspektive  © kleyer.koblit.letzel.freivogel.architekten, Berlin

Aus dem Erläuterungsbericht von kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten, Berlin:

"Ziel des Entwurfs ist es:

  • den Neubau schwellenlos und selbstverständlich an den Bestand anzuschließen
  • die Struktur des vorhandenen Split-Levels auch für die Erweiterung weiter zu nutzen
  •  mit einem grünen „Hortus Conclusus“ ein atmosphärisches und intimes Zentrum im Erweiterungsbau zu etablieren
  • ein feierliches Hoch- und Foyerparterre mit den großen Probebühnen zu schaffen
  • mit der Lückenschließung zur „Grünen Straße“ den Stadtblock zu reparieren
  • ein Haus der vielen Blickbeziehungen, bei gleichzeitiger Intimität für die Überäume  zuschaffen."
Perspektive  © AWB Architekten, Dresden

Aus dem Erläuterungsbericht von AWB Architekten, Dresden:

"2004 wurde im Ergebnis eines Wettbewerbs mit der baulichen Erweiterung der Hochschule für Musik begonnen. Der preisgekrönte Entwurf von HAMMESKRAUSE ARCHITEKTEN hat durch die Loslösung von tradierter Architektur einen Ort besonderer Identität in der Schützengasse geschaffen.
Mit dem Abbruch der ehemaligen Hutfabrik auf dem Wettbewerbsareal kann die bauliche Erweiterung der Hochschule im Quartier zwischen Schützengasse und Grüner Straße fortgeführt werden. Damit besteht insbesondere die Chance, den Campus der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber im Musikerviertel der Willsdruffer Vorstadt als inhaltlich bedeutenden Stadtbaustein noch stärker zu verorten.

Aus oben genannten Gegebenheiten haben sich für Städtebau und Architektur folgende Entwurfsziele abgeleitet:

  • die Durchwegung des Quartieres soll das Campusareal für die Öffentlichkeit erlebbar werden lassen
  • die Freianlagen im Quartier sollen den historischen Bezug zu den Gärten herstellen, an die der Name Grüne Straße noch erinnert (an die….hinter den Häusern liegenden Gärten „deren Bäume (ehemals) ihre Wipfel auf die Gasse streckten und dem Auge einen lieblichen grünen Anblick gaben“.)
  • Entwicklung eines architektonischen Ansatzes der auf den besonderen Dialog zwischen der Architektur des Konzertsaales und seiner Hülle im Kontrast zur Architektur des Hochschulgebäudes am Wettiner Platz reagiert."
Perspektive  © hammeskrause architekten

Aus dem Erläuterungsbericht von hammeskrause architekten:


"... bäte man einen Komponisten, seiner Symphonie einen Satz hinzuzufügen, würde er ihn zu den Sätzen zuvor
in gute Beziehung stellen ... ". Dafür spricht vieles.

  • Im Grunde ist der Neubau 2008 -seinerzeit zu Gunsten von Platanen und einem Quartierhof mit seinem. Rückgrat an die Hutfabrik gedrängt- seiner zweiten Ansicht beraubt, ein Torso. Der vorliegende Entwurf für die heutige Erweiterung ergänzt daher sehr systemisch den Neubau 2008, vervollständigt den Solitär und arrondiert das Gesamt-Ensemble.
     
  • Dieser Gesamt-Neubau (aus Neubau 2008 und Erweiterungsbau 2021) nährt die konzeptuelle Idee eines städtebaulichen Ensembles zwischen Alt und Neu. Der dann neue Solitär bereichert als Antagonist das historische, eklektizistische Wettiner Gymnasium (*1898).
     
  • Die für den Neubau 2008 typischen Raumsequenzen in UG, EG und OG werden sehr selbstverständlich ergänzt. Beispielsweise liegen Konzertsaal, die bestehende Probebühne und sowohl die neue Studiobühne als auch die neue Probebühne/Jazz unmittelbar auf der Eingangsebene zusammen. Umflossen von einem zentralen, am Haupteingang Neubau beginnenden, vergrößerten Foyer, mit einer dort seitlich, neu angelegten Treppenanlage.
     
  • Der Gesamt-Neubau als Solitär bildet mit seinem dynamischen Grundriss unterschiedliche, begrünte Stadt-, Straßen- und Blockinnenräume. In dieser Konsequenz führt das zu einer Öffnung und Begehbarkeit des Blockinnenraums.

Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart

Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

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