Geschäftsbereich ZFM
12.05.2026 - Militärische Hinterlassenschaften verschwinden, neuer Lebensraum entsteht – umfangreiche Ökokontomaßnahme durch ZFM abgeschlossen
Seit 2023 baute das Zentrale Flächenmanagement Sachsen (ZFM) als Geschäftsbereich im Sächsischen Immobilien- und Baumanagement im Rahmen einer Ökokontomaßnahme über 50 Munitionslagergebäude mit ca. 23.000 Kubikmetern umbautem Raum des ehemaligen Munitionslager Würschnitz in der Laußnitzer Heide zurück. Außerdem wurden sonstige Bauwerke wie Gruben, Mauern, Zäune beseitigt und ca. 16.000 Quadratmeter Beton- und Asphaltflächen entsiegelt. Die unterirdischen Bunker- und Tunnelanlagen und ein Wachturm blieben erhalten. Dort entstanden fast 1.000 Fledermausquartiere. Weiterhin wurden 20 Reptilienhabitate angelegt. Während der Bauzeit musste ZFM ferner über 4.000 m Schutzzäune für Reptilien aufstellen und unterhalten. Beim Ausbau eines Sickerschachtes hat ZFM mehr als 2.000 Panzergranaten gefunden, die vom Kampfmittelbeseitigungsdienst geborgen werden mussten. Die Panzergranaten stellten sich als unscharfe Übungsmunition sowjetischer Bauart heraus.
04.02.2026 - Alte Gemeindeverwaltung in neuer Nutzung
Biosphärenreservatsverwaltung bezieht Diensträume in neuer Außenstelle in Klitten
Am 04. Februar 2026 wurde die Dienststelle Klitten der UNESCO-Biosphärenreservatsverwaltung Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft offiziell vom SIB an den Sachsenforst zur Nutzung übergeben. Die Verwaltung hatte neben dem zentralen Standort im Malschwitzer Ortsteil Wartha bisher zwei dezentrale Außenstellen in Friedersdorf (Gemeinde Lohsa) und Mücka. Mit der Inbetriebnahme der Außenstelle im Boxberger Ortsteil Klitten wird der bisherige Dienstsitz in Mücka aufgelöst.
Für die neue Dienststelle wurde das Gebäude der ehemaligen Gemeindeverwaltung in Klitten erworben und von Februar 2024 bis Oktober 2025 umfangreich saniert und modernisiert. Entstanden ist ein modernes Gebäude mit sehr guten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Gebäude soll aber auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Eine Informationsstelle zum Biosphärenreservat ist im großzügigen Eingangsbereich vorgesehen und perspektivisch sollen öffentliche Veranstaltungen in der Außenstelle angeboten werden. Als erste Veranstaltung für die Öffentlichkeit wird es am 03. Juli 2026 einen Tag der offenen Tür geben.
Gemeinsam für Sachsen auf der Expo Real 2025!
Vom 6. bis 8. Oktober 2025 präsentiert sich der Freistaat Sachsen wieder mit einem Gemeinschaftsstand auf der Expo Real, der europäischen Leitmesse für Immobilien und Investitionen.
Die federführende Organisation der Messepräsenz in München übernimmt auch dieses Jahr wieder der Geschäftsbereich Zentrales Flächenmanagement Sachsen des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.
Der sächsische Gemeinschaftsstand bietet einen Überblick über Entwicklungen und Lösungen in der Immobilien- und Investorenlandschaft. In informativen Talkrunden am Messestand berichten Vertreter aus Wirtschaft und Politik über Technologien und Konzepte, die zur Zukunft in der Immobilienbranche beitragen. Ein besonderes Signal für die Bedeutung des Standorts setzt die politische Begleitung durch Staatssekretärin Barbara Meyer (Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung), die den Austausch vor Ort begleiten wird.
Unser Stand bietet:
- Effizientes Networking: B2B-Gespräche & Entscheiderkontakte.
- Starke Außenwirkung: Politische Unterstützung & hochkarätige Besucher.
- Mehr Einblicke: Projekte und Liegenschaften im Kontext der sächsischen Standortvorteile.
- Spannende Impulse: Interessante Diskussionsrunden im Forum.
Besuchen Sie den sächsischen Gemeinschaftsstand vom 6. bis 8. Oktober 2025 in Halle A2 | Stand 320.
Weitere Informationen finden Sie unter www.exporeal.sachsen.de
28.03.2025 Rückbau der Weinbergsgärtnerei in Pillnitz schreitet voran
Die staatliche Ökoflächenagentur Sachsen als Teil des Zentralen Flächenmanagements Sachsen (ZFM) koordiniert Kompensationsmaßnahmen im Freistaat. Dabei entstehen Vorteile für alle Beteiligten, wie derzeit beim Rückbau der ehemaligen Weinbergsgärtnerei in Dresden-Pillnitz.
Im Auftrag der Ökoflächenagentur werden hier das Heizhaus, Unterstände, Garagen und die Reste der Gewächshäuser abgebrochen, alle befestigten Flächen entsiegelt sowie die Altmaterialien und Ablagerungen fachgerecht entsorgt. Der Erschließungsweg von der Wünschendorfer Straße zur Weinbergkirche wird als wassergebundener Weg neu aufgebaut und erhält eine Beleuchtung für Veranstaltungen an der Kirche. Für die Bauzeit wurde eine südliche Umfahrung der Baustelle als temporäre Feuerwehrzufahrt angelegt. Neben der Instandsetzung der historischen Sandsteinmauer werden zudem Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Brutvögel und Zauneidechsen umgesetzt.
GRASSI-Museum in Leipzig – Sanierung der Turmtreppenhäuser
Art-Déco in neuem Glanz!
Das neue Grassimuseum am Leipziger Johannisplatz wurde im Jahr 1929 eingeweiht und in den Jahren 2001-2005 umfangreich instandgesetzt. In dem international bekannten Museumskomplex befinden sich das Museum für Völkerkunde zu Leipzig (Staatliche Kunstsammlung Dresden), das Museum für Angewandte Kunst (Stadt Leipzig) und das Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig. Gemeinschaftlicher Eigentümer sind der Freistaat Sachsen (Vertreten durch SIB, Geschäftsbereich ZFM) und die Stadt Leipzig.
Die historischen Treppenhaustürme bedurften dringend einer Sanierung. Die Fassade des Turmtreppenhauses Nord wurde im Jahr 2021 beginnend ab Juli saniert. Direkt anschließend folgte die Fassadensanierung des Turmtreppenhauses Süd. Die anspruchsvollen Sanierungsarbeiten wurden im Auftrag des Verwalters durchgeführt und Mitte 2022 erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden rund 630.000 Euro in die Sanierung der historischen Treppenhaustürme investiert. Die Sanierung der Fassadenbereiche im Art-Déco-Stil konnte dank der anteiligen Förderung durch das Bundesprogramm »Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland (INK)« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erfolgen. Die Maßnahme wurde mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
Nach einjähriger Bauzeit erstrahlen die beiden Turmtreppenhäusern im Innenhof des Leipziger GRASSI-Museums nun in neuem Glanz. Die repräsentativen Türme im Art-Déco-Stil sind – nach dreieinhalbjähriger Verhüllung – wieder in alter Schönheit für die Besucher sichtbar. Die Nutzung des Innenhofes für die zahlreichen Veranstaltungen der Museen im GRASSI kann wieder ohne Einschränkungen erfolgen.
Hintergrund
Bei den Sanierungsmaßnahmen (2001-2005) wurden im Bereich der Turmtreppenhäuser lediglich kleinere Ausbesserungsarbeiten (Schließung von Rissen und Absprengungen) durchgeführt. Ein fortschreitender Alterungsprozess und stetige Witterungseinflüsse führten am historischen Fenstermaßwerk zu Rissen und Fehlstellen in der Oberfläche sowie durch eindringendes Niederschlagswasser zur Korrosion der Bewehrung verbunden mit einem entsprechenden Materialverlust. Bei einer Fassadenuntersuchung im Jahr 2018 wurden umfangreiche und erhebliche Schäden im Bereich des Fenstermaßwerks beider Treppenhausfassaden mit einhergehendem Stabilitätsverlust diagnostiziert. Die Fassade des Nordturms wurde ab August 2018, die Fassade des Südturms ab November 2019 mit einem Schutzgerüst gesichert.
Bei den beschädigenden Maßwerkelementen handelt es sich um einen Kunststein mit innenliegendem Traggerüst (Baustahl), aus der Zeit der Errichtung des Museums um 1926-1929. Die fünf polygonal angeordneten Fensterpfeiler in den halbrunden Treppenhausfassaden sind mit Werkstein aus Rochlitzer Porphyrtuff bekleidet. Ein Erhalt der historischen Maßwerkelemente durch Reparatur der geschädigten Bereiche war aufgrund des weit fortgeschrittenen Schädigungsgrades und umfangreichen Schadbildes leider nicht möglich. Mit Ausnahme der obersten Elemente kam daher nur ein, sich am historischen Bestand orientierender Ersatz, infrage. Die Vermeidung schadensträchtiger Fehler in der Konstruktion sowie verbesserte Materialeigenschaften sichern dabei eine Langlebigkeit der neuen Fassade. Bei der baulichen Ausführung wurde beispielsweise der Einbau einer Edelstahlbewehrung anstelle einer Stahlbewehrung verbaut. Die Verankerung der Maßwerkelemente wurde durch verdeckte Edelstahldübel gewählt und im unteren Aufstandsbereich der Elemente konnte der Anschluss der wasserführenden Ebene an die rückwärtige Verglasung gegenüber dem Ursprungszustand technisch verbessert werden.
Schäden an der Naturwerksteinbekleidung der Fensterpfeiler sowie in den Zugangsbereichen der beiden Treppenhäuser wurden durch Materialersatz (Vierungen) behoben, Fehlstellen durch Antragungen ausgeglichen, die Verfugungen komplett renoviert und Oberflächen unter strenger Maßgabe des Denkmalschutzes substanziell gesichert. Die Sanierung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Amt für Bauordnung und Denkmalpflege der Stadt Leipzig.